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an alle blogleser meiner halbschwester!

hallo leute, die ich nicht kenne. ich heiße joliné und bin die (halb-)schwester von maya. maya ist abgehauen. wir wissen nicht, wo sie sich aufhält. aber wir wissen, dass sie lebt. das hat sie schonmal gebracht, und wir haben keine sonderliche angst um sie, da wir wissen, dass sie früher oder später zurückkommt. es war nicht sonderlich schwer, ihr passwort rauszufinden. es hing an ihrem computer. ich schreibe nur, damit ihr wisst, dass sie sich nicht umgebracht hat, wie sie es in früheren posts überlegt hat. es ist wirklich erschreckend, wie sich meine schwester fühlt. davon wusste ich nichts. und ich hoffe natürlich auch, dass meine eltern ihr trotzdem erlauben nach amerika zu gehen. wenn nicht, dann würde sie sich mit aller wahrscheinlichkeit das leben nehmen, da bin ich mir sicher. ich bin euch äußerst dankbar dafür, dass ihr immer wieder versucht meine schwester aufzuheitern. besonders ihnen, andreas. bitte unterstützt sie, so gut ihr könnt, ich glaube, ihr tut ihr gut. meine schwester killt mich, wenn sie erfährt, dass ich in ihrem blog geschrieben habe, aber ich will einfach, dass ihr euch keine sorgen machen braucht.

 

 

joliné

13.8.10 21:30


dancing in the moonlight

gestern abend lag ich in meinem bett und habe mir etwas sehr schönes vorgestellt. ich habe mit einem jungen, zu dem ich leider keinen kontakt mehr habe, einen perfekten diskofox getanzt. wir standen auf einem berg, hinter uns der vollmond und in unseren köpfen das lied dancing in the moonlight von toploader. zu dem lied wollten wir schon immer mal tanzen. nur ist es nie dazu gekommen...

(ich hatte eben einen echt langen text dazu geschrieben, wie dieser junge und ich uns gegeneinander kennegelernt haben, unser erster tanz und das kennenlernen. nur habe ich den text leider gottes gelöscht, weil ich eine falsche taste gedrückt habe. ich könnte ausflippen.)

5.8.10 20:19


harakiri, suizid oder wie man es sonst nennen möchte

 

ich habe keine angst vor dem tod. seit dem anfang meiner essstörung weiß ich, dass er mein ständiger begleiter ist. mein vater hat mir heute gesagt, dass er sich das mit meiner zwangsstörung nicht viel länger angucken wird, und falls es nicht besser wird, sagt er meinen auslandsaufenthalt ab. ich habe so viel wut in mir! und zwei optionen, falls er das wirklich macht: entweder ich haue ab. ich weiß nicht, nach berlin, nach hamburg oder wohin auch immer. weg aus diesem kaff und weg von meinem elternhaus. oder ich beende mein leben. freiwillig. ich habe keine angst vor dem tod.

3.8.10 17:46


gefühlskalt und alleine

 

heute war die abschiedsparty einer freundin. in genau einer woche geht ihr flieger gen übersee. der abend war schön. ich habe meinen handballmädels sogar von meiner zwangsstörung erzählt. dass ich deswegen nicht mit ihnen dusche. dass ich deswegen den ball bei flunkyball nicht so gerne anfasse. dass ich deswegen parties und öffentliche veranstaltungen meide. sie fanden es ziemlich heftig, aber jetzt können sie mich ein bisschen besser verstehen. ich finde es toll, dass ich endlich mal den mund aufgemacht und über meine situation gesprochen habe. das ist so befreiend gewesen. obwohl ich es ja eigentlich nicht mag, wenn leute über mich bescheid wissen.

habe meine freundin dabei beobachtet, als die ersten gäste gefahren sind. lange umarmungen, versprechungen, unterdrückte tränen und danach das große weinen. klar, für die allermeisten menschen ist dies eine normale reaktion. aber für mich irgendwie nicht. ich habe darüber nachgedacht und bin zu dem schluss gekommen, dass ich nicht geweint hätte. klar mag ich die mädels, aber so sehr, dass es schmerzen würde, wenn ich sie für längere zeit nicht sähe, auch wieder nicht. eine umarmung, abschiedworte und das wars. keine tränen. keine gefühle. ich habe absolut dicht gemacht. aus angst vor dem verletzt werden. ganz am ende meinte eine zu meiner freundin: "ey alina, bist du eigentlich betrunken? ich nicht und die da (sie nickt in meine richtung) glaub ich auch nicht." schlag. jetzt werde ich, die mal ein tolles teenagerleben mit freunden, spaß und parties geführt hat, schon als namenslose "die da" bezeichnet. als eine, mit der niemand etwas zu tun hat. ich bin alleine. aber man gewöhnt sich an vieles.

3.8.10 02:20


please don't stop the rain

please don't stop the rain. let it fall, let it fall, let it fall.

 

ich liege in meinem bett und höre dem regen zu. das gleichmäßige plätschern beruhigt mich. es ist schön. dieses blubbern, wenn sich das wasser seinen weg durch die rinne bahnt, die geräusche, wenn die tropfen auf das dach fallen. ich rieche den regen förmlich. fühle ihn auf der haut. am liebsten würde ich jetzt rausgehen. mich auf den hof stellen. mich frei fühlen. eins mit dem wasser.

 

heute war es nicht so gut. wir saßen auf der bank auf unserem hof. mein vater hat meiner tante erzählt, dass ich weitere fünf kilo zugenommen habe. daraufhin klatscht sie mir an meinen oberschenkel, der anfängt zu schwabbeln. sie meinte, das würde viel besser aussehen. und ich solle das glauben. ich hätte fast angefangen zu heulen, als sich das fett bewegte.

 

2.8.10 00:36


adopted. neurotic. insecure.

 

habe mich heute seit langer zeit wieder mal nackt vor den spiegel gestellt und mich angeguckt. meinen körper mit den augen abgetastet. jedes stückchen speck gesehen. gefühlt. da, wo vorher knochen waren, ist jetzt eine weiche fettschicht. ich kann reingreifen. ich sehe und fühle meine ringe, wenn ich sitze. mein gesicht. so dick. ich hasse mein gesicht. meine wangen sind so dick geworden. ich sehe aus wie so ein dickes schwabbelkind aus amerika, das sich jeden tag fast food reinzieht und mit zehn jahren schon über 90 kilo wiegt. alles ist scheiße. ich hasse mich und meinen körper wie noch nie zuvor. die zwangsstörung wird von tag zu tag schlimmer. meine "mutter" sagt mir, dass sie mich doch lieber nicht mit nach deutschland hätte mitnehmen sollen. und ich fette sau nehme das natürlich auf. es macht mich traurig. aber ich zeige es nicht. jedenfalls nicht mit schwäche und tränen, sondern mit kratzbürstigkeit. zicke nennen sie mich. schieben mein verhalten auf diese lästige pubertät. aber dahinter steckt mehr. ihr wisst nichts. gar nichts.

ich nehme gerade einen geruch war. einen intensiven rauchgeruch. es riecht gut. es erinnert mich an meine heimat und macht mich sehnsüchtig. melancholisch. immer, wenn mir bestimmte gerüche wie z.b. kokos in die nase steigen, bringe ich diese sofort mit dem land in verbindung, aus dem ich herkomme.

es sind nur noch 24 tage und die anspannung steigt. dann bin ich weg. in amerika. meiner wahlheimat für knappe elf monate. dann lasse ich den ganzen scheiß, mein ganzes leben hinter mir und beginne einen neuanfang. in dieser zeit werde ich das bloggen wohl aufgeben. will mich dann nur auf das leben konzentrieren, das vor mir liegt.

30.7.10 23:24


Mood: Good

(Wer wissen will, wie ich aussehe: Das Mädchen auf dem Bild sieht mir verdammt ähnlich.) 

Fühle mich seit gefühlten 100 Jahren mal wieder richtig gut. Obwohl ich mit meiner Familie bei McDonalds gegessen habe. Das Schöne daran war: Ich habe danach nicht erbrochen. Es geht aufwärts. War heute Einkaufen. Zwei Cardigans, Unterwäsche, neuer MP3-Player, Alice im Wunderland DVD, Laptoptasche, ectpp. War super.

Außerdem freue ich mich total auf mein Auslandsjahr. Ich will die Welt erkunden. Einen Neuanfang machen. Glücklich werden.

29.7.10 01:00


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