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trauriges mädchen

 

heute war wieder einer dieser tage, an denen ich mich phasenweise sehr alleine gefühlt habe. für gewöhnlich bin ich auch alleine, aber ich fühle mich gut dabei. da ist keiner, der mich mit sinnlosem gossip bequatscht, ich kann in ruhe nachdenken und träumen und so sein, wie ich will. muss mich nicht verstellen. aber heute wars so, dass ich alleine war und mich innerlich auch allein gefühlt habe. allein. traurig. leer. und verloren. habe ohne es zu merken löcher in die luft gestarrt. ich saß regungslos, mit meinen gedanken ganz woanders da und habe luftschlösser gebaut. bis mich irgendwer darauf angesprochen hat. ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber wenn ich solche phasen habe, denke ich meistens an alles mögliche, was wiederum ein verzerrtes bild ergibt und ich mich hinterher nicht daran erinern kann, was ich eigentlich gedacht habe. oder ich denke über mich nach. danach möchte ich in der regel anfangen zu weinen, aber ich mache es natürlich nicht. ich will nicht, dass irgendwer fragt was mit mir los ist. dass keiner mich nötigt, ihm von meinen problemen zu erzählen. denn das würde mich verletztlich und verwundbar machen. außerdem will ich auch nicht, dass jeder über mich bescheid weiß. will nicht, dass die leute über mich als "psychisch krankes mädchen" reden. ich möchte geheimnisvoll bleiben. unnahbar. und doch sehne ich mich nach nähe und vertrauen fassen. geborgenheit.

ich würde gerne zu einem psychologen gehen. jemanden, der auf alles eine objektive sicht hat, mich reden lässt, keine dummen bemerkungen macht, sondern einfach nur zuhört. mehr möchte ich gar nicht. ich will einfach mal reden können.

28.7.10 01:38


i feel worthless, ugly and redundant

"du kleidest dich hässlich.", "dein rücken ist so krumm, in zwei jahren wirst du wie eine alte oma gehen." und das beste: "für dich muss man sich manchmal echt schämen." worte meiner mutter. mir direkt ins gesicht gesagt. meine empfindungen dabei? scheiß drauf. ich fühle mich echt wertlos, wenn mir irgendwer so etwas sagt. abgeurteilt.

ich selbst finde ja auch, dass ich zu nichts gebrauchen bin, und wenn man mir das in bestimmten äußerungen nochmal verdeutlicht, gibt mir das den rest. dann bin ich dauerdepressiv und würde am liebsten verschwinden. ganz weit weg. an einen fernen ort, wo ich mich schon seit längerer zeit hinwünsche. der gedanke daran macht mich irgendwie... glücklich..? sehnsüchtig. entspannt. bringt mich zum lächeln. ...es ist beunruhigend.

wollt ihr wissen, warum ich so krumm gehe? es ist wegen meinem körper. ich hasse ihn. ich hasse weibliche formen. frauenkörper. brüste. ich komm damit nicht klar, dass ich mich verändere. alles ist so neu, weich, hässlich... dick. ich hasse meine brüste. wegen ihnen gehe ich ja so gebeugt, weil ich nicht will, dass man sie sieht. die sind so fraulich. sie zeigen, dass ich zur frau werde. ich will das nicht. nein, ich will kind bleiben. kinder sind ohne sorgen, haben spaß am leben, sind zufrieden und glücklich. kinder machen sich über essen, kalorien und diäten noch keine gedanken. sie sind einfach, wie sie sind und sehr froh damit.

außerdem schaue ich meistens auf den boden, wenn ich gehe. damit ich andere nicht angucken muss. ich bin so unsicher. oft mache ich mir darüber gedanken, was die wohl von mir denken. obwohl ich meistens so tue, als wäre es mir egal. aber so ist es nicht. definitiv nicht.

 

in letzer zeit nehme ich immer mehr zu, ich habe nichts mehr unter kontrolle, jeden tag kämpfe ich mit gedanken in meinem kopf: "das brauchst du jetzt nicht, du hast doch vorhin erst gegessen!"; "komm, sei wieder stark. du schaffst das auch ohne essen, so wie in früheren zeiten."; "willst du das wirklich? es wird dich noch dicker machen." das kannst du doch jetzt nicht machen, wo du in den letzten wochen doch schon so viel zugenommen hast." dann sehe ich mich an. in spiegeln, fensterscheiben, glastüren, löffeln. überall sehe ich meinen körper. einen körper, den ich nicht haben will. mit dem ich nicht zurechtkomme. überall ist zuviel. die magersucht hat sich seit meiner kurzen therapie verabschiedet. seitdem kann ich nicht mehr aufhören mit essen. ich habe angefangen zu erbrechen. nicht nach jedem essen, aber dann, wenn ich angst kriege und denke, es war zu viel. und die zwangsstörung hat sich immer weiter ausgebreitet, sodass sie in meinem denken jetzt schon über die essstörung dominiert. was will ich labile kuh denn im ausland? das pack ich doch gar nicht. das kann ich nicht packen.

24.7.10 23:22


where to, miss? - the stars.

ich wünschte, ich wäre normal. ich meine normal normal und nicht langweilig normal. eben wie andere mädchen in meinem alter. ein mädchen, das spaß mit den freunden hat, auf parties geht, sexuelle erfahrungen sammelt und zufrieden, aber vor allem gesund ist. ich wünschte, ich hätte keine angst vor menschenmassen, nähe und gefühlen. ich bin ein eisklotz mit einem herz, das sich sehnt. nur nach was? freundschaft? vielleicht. glücklich sein? wahrscheinlich. freiheit? auf jeden fall.

ich kann es immer wieder widerholen. ich möchte frei sein. frei von essstörung und zwang, frei von trüben gedanken, frei von selbsthass und unzufriedenheit. glücklich will ich sein. mit beiden beinen im leben stehen. wie ein normales mädchen.

 

jetzt sind es nur noch 35 tage bis zu meinem 10-monatigem auslandaufenthalt. ich freu mich. ich bin aufgeregt. ich kann das nicht. ich bin zu schlecht. ich bin müde. ich gehe schlafen...

22.7.10 22:24


can't get rid of my self-hate

dickes schwein. dickes schwein. dickes schwein! ich hasse dich! immer wenn ich in den spiegel gucke, sehe ich deine fetten beine. vor allem deine oberschenkel sind W-I-D-E-R-L-I-C-H! deine waden... okay, die sind so dick wegen den muskeln. aber dein bauch... und deine oberarme erst! warum hast du es so weit kommen lassen? du warst doch schon so nah dran! 0,5 kg und du hättest dein traumgewicht erreicht. ABER NEIN! du fängst hemmungslos an zu fressen. und sport hast du auch keinen mehr getrieben. jetzt musst du eben mit den konsequenzen leben. that's life, bitch!

 

okay, das ist jetzt zwar ein bisschen heftig, aber ich musste mir das einfach von der seele schreiben. ich kann mich echt nicht mehr ansehen. selbsthass. ich will ja gesund werden. aber nicht fett. im freibad sehe ich so viele dünne mädchen. mädchen, die sich pommes und eis vom kiosk holen können, ohne dick zu werden. mädchen, die groß sind, und nicht so ein laufender meter wie ich. schöne mädchen. und ich fetter klops mittendrin. heute hätte ich deswegen fast angefangen zu heulen.

mein leben ist scheiße. heute abend als ich in den himmel geguckt und die schönen wolken gesehen habe, wollte ich sterben. sterben, um frei zu sein. frei von meiner krankheit, oh pardon, meinen krankheitEN, meinen täglichen inneren kämpfen, meinem selbsthass, meiner unzufriedenheit, meinem körper. einfach losgelöst von allem irdischen.

20.7.10 23:33


sometimes i feel like i'm going insane

es gibt mindestens zwei personen, die ich während meines auslandsaufenthaltes nicht vermissen werde: meine mutter und meinen bruder. ich hasse sie. ich hasse sie wirklich.

meine mutter... so eine scheiß mutter. ich wünschte, ich hätte eine andere. jedesmal schafft sie es, dass ich mich unnütz und wertlos fühle. als wenn ich nicht gebraucht würde. als wenn es ohne mich viel angenehmer wäre. als wenn ich nur geduldet, aber nicht akzeptiert würde. als wenn sie ohne mich viel glücklicher wären.

und mein bruder... er beleidigt mich in einer tour. er braucht noch nicht mal gründe dafür. er sagt, dass es ohne mich viel besser wäre. dass ich hässlich und fett sei. dass ich zu viel koste. dass ich scheiße und abartig sei. dass er mich hasse.

you know what? the feeling is mutual.

manchmal wünsche ich mir echt, ich wäre tot. nicht mehr da. weg. für immer. ich würde oben im himmel leben. glücklich sein. frei. zufrieden mit mir selbst. wenn ich wolken sehe, schöne wolken, dann stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn ich auf ihnen liegen und von oben runter auf die erde schaue. ich könnte meine flügel ausbreiten und davonfliegen, wann immer ich es möchte.

stattdessen hänge ich hier fest. die realität holt mich immer wieder ein. ich hasse mich und mein leben. hungern, fressen, kotzen, fettsein, unzufriedenheit, das gefühl von wertlosigkeit und nicht-gebraucht-sein,.. so ein leben ist doch nicht lebenswert.

17.7.10 10:18


Lost myself

weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. hätte so viel zu schreiben, aber ich kann es nicht in worte fassen. so viel zu berichten.

ich mach es jetzt offiziell: ich bin bulimisch. nichts mehr mit anorexie, fasten und sportexzessen, sondern hungern, fressen und KOTZEN. anders kann man es nicht mehr nennen. fast jeden tag mache ich mich zur untergebenen der kloschüssel. ich will das nicht, es kostet mich kraft und energie. aber ich kann nicht mehr davon lassen. es ist wie etwas, das ich machen muss, da ich sonst nicht vollends befriedigt bin. das ist doch echt wahnsinn, was ich da veranstalte. ich will doch nicht sterben. jetzt jedenfalls nocht nicht, und vor allem nicht an meiner essstörung. ich will mein leben genießen, spaß haben, ausgelassen und fröhlich sein, frei sein. frei sein von meiner essstörung, meiner zwangsstörung. mein leben leben. gesund sein. aber ich KANN NICHT! ich sehe tagtäglich mindestens eine magersüchtige und ertappe mich dabei, wie ich sie bewundere. ihren körper. ihre stärke. ihren willen. aber ich weiß, dass das gefährlich und dumm ist. keiner will aussehen wie ein hungerkind aus afrika. aber für mich ist sowas ästhetisch. das kann es doch nicht sein... meine maßstäbe, völlig verzerrt. mein gehirn, krank. alles entgleitet mir. mein ganzes leben.

bin dauermelancholisch. verzweiflung. ich werde immer dicker, gehe auf wie ein hefekloß. will meinen körperfettanteil gar nicht wissen, würde mich nur noch depressiver machen. bin alleine, kann aber mit keinem reden. niemand würde mich verstehen. lebe isoliert in meiner eigenen welt, in der für spontan-essen, freunde und zufriedenheit kein platz ist.

benehme mich wie ein vierjähriges kind, das total auf seine familie fixiert ist. einerseits würde ich sie für nichts in der welt hergeben, andererseits schaffen sie mich. meine mutter... was wäre eine angemessene reaktion dafür, wenn die eigene mutter einem sagt, dass man behindert ist, obwohl man es nicht ist? oder ist man behindert, wenn man auf psychosomatischer ebene leidet? das ist für mich eine erkrankung, aber keine behinderung.

könnte noch so viel schreiben, aber kann es nicht richtig formulieren.

13.7.10 23:26


Zwang, immer nur Zwang

Hallo Leute.

Das Wetter ist schön und sehr warm, aber ich fühle mich nicht glücklich. Ich habe zugenommen und mein Gewicht bewegt sich langsam aber sicher Richtung Normalgewicht. Aber was noch viel unangenehmer ist: Meine Zwangsstörung hat sich total verschlimmert. Letztens zum Beispiel hatten wir Handwerker im Haus. Wir haben neue Heizungen und neue Fenster gekriegt. Ich war währenddessen in der Schule. Als ich nach Hause gekommen bin, war mein ganzes Zimmer dreckig und völlig zugestaubt. Ich wurde richtig wütend und musste vor Ärger anfangen zu heulen. Da saß ich -ungelogen- etwa zwanzig Minuten auf meinem dreckigen Bett und habe geheult. Weil ich nicht wusste, wie ich das jemals wieder sauberkriegen sollte. Weil ich sauer auf die Handwerker war. Und weil ich mich einfach nur anormal fand.

2.7.10 22:33


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